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Der letzte große Trost

 

Barbara Kumpitsch, Rupertusbuch, März 2016

Als "großartig" werte ich ein Buch, das mich berührt, sei es aufgrund der Geschichte oder aufgrund einer Figur.

Nach der Lektüre möchte man dem Autor gratulieren zu diesem Roman, ihn persönlich kennenlernen und die Hand schütteln, weinen vor Freude, dass unser Land solche Talente beherbergt!

 

Joachim Leitner, Tiroler Tageszeitung, 24. März 2016

Daniel trauert um seinen Vater – mit dem nicht nur ein geliebter Mensch gestorben ist, sondern auch eine selten gewordene Form gelebter Anständigkeit, die handwerkliche Qualität nicht dem Diktat von Gewinnmaximierung opferte.

Wie Slupetzky Daniels Ringen mit der Realitätsverweigerung ohne ausschweifendes Psychologisieren beschreibt, ist berührend – der Roman besticht nicht zuletzt als Studie eines pathologischen Falls. Auch weil der (auto-)biografische Kern der Erzählung kaum verschleiert wird: Die Kowalskis, dahinter verbergen sich aller Verdichtung zum Trotz die Slupetzkys, von seiner Trauer um den früh verstorbenen Vater handelte bereits Slupetzkys ergreifendes Prosastück „Der Kahlenberg“. Mit „Der letzte große Trost“ hat sich Stefan Slupetzky ein Kapitel Familiengeschichte von der Seele geschrieben.

 

Günter Kaindlstorfer, Ex Libris, Ö1, 24. April 2016

Auch mit seinem ersten Nicht-Krimi zeigt Stefan Slupetzky, dass er ein mitreißender Erzähler ist: sprachgewandt, zupackend und dramaturgisch versiert.

 

Zita Bereuter, FM4, März 2016

Mit "Der letzte große Trost" legt Stefan Slupetzky eine ebenso berührende wie beeindruckende Familiengeschichte vor. Ein lebensnahes Stück Zeitgeschichte.

 

Peter Pisa, Kurier, 12. März 2016

Man will darüber reden. Ein gutes Zeichen für ein Buch.

Daniel Kowalski ist eine Art Stefan Slupetzky, der im KURIER-Gespräch sagt: "Was mich seit langem beschäftigt, ist das Thema des Selbstverständnisses der zweiten österreichischen Nachkriegsgeneration, der ich ja angehöre. Hineingeboren in Sicherheit und Wohlstand, in ein Leben ohne große kollektive Dramen, aber mit den großen kollektiven Dramen der Großeltern im Gepäck ..."

Daniel wird in die Waagschale geworfen. Wie viel wiegt er mit seinen kleinen Sorgen? Fällt er überhaupt ins Gewicht? Interessiert es irgendwen, dass ihm sein toter Vater abgeht? Ja!!!

Wenn die Nachkommenschaft Halt sucht, macht Stefan Slupetzky keinen Spaß, er macht Ernst mit der Literatur.

 

Erwin Riess, Die Presse, 9. September 2016

Manchmal droht die Wucht der historischen Begebnisse die Erzählung zu erdrücken, schließlich kehrt der Autor aber zu seinem Helden zurück und lässt ihn einem märchenhaft anmutenden Finale zustreben, das allerdings konsequent und glaubwürdig in die Familiengeschichte eingebettet ist.

 

Meike Schnitzler, Brigitte, 6. Juli 2016

Stefan Slupetzky, bisher als Krimiautor bekannt, hat mit "Der letzte große Trost" seine eigene Familienhistorie zur Grundlage dieses fein aufgeschriebenen Romans gemacht. Sie zeigt den Irrsinn des Dritten Reichs und wie sich seine Traumata bis in die Enkelgeneration fortpflanzen.

 

Winfried Stanzick, Sandammeer, März 2016

Stefan Slupetzky ist ein großer Erzähler. Mit seiner reichen Sprache, die den Leser schon nach wenigen Seiten in ihren Bann zieht, erzählt er die Geschichte einer von der Vergangenheit belasteten Vater-Sohn-Beziehung vor dem Hintergrund einer jüdischen und nationalsozialistischen Vergangenheit, einer starken Ehe und die Geschichte von der Fantasie eines Ausstiegs aus der eigenen Identität.

 

Ditta Rudle, Tanzschrift, August 2016

Slupetzky ist ein atmosphärisch dichter, melancholischer Roman gelungen, der nicht nur die persönlichen Probleme der Hauptperson sondern allgemeine Themen der Sinnsuche und Einsamkeit (nicht nur der Kriegs- und Nachkriegsgenerationen) anspricht.
Eine fesselnde Geschichte mit Identifikationspunkten für jede Leserin, ob von Männerschmerzen geplagt oder anderer Seelenqual.

 

Ruth Roebke, Autorenbuchhandlung Marx & Co, Frankfurt, Juni 2016

„Der letzte große Trost“, laut Verlagstext Slupetzkys eigene Familiengeschichte, ist ein ruhiges, melancholisches, aber auch disparates Buch – so wie sein Held. Dass der Text nicht ins Düstere abkippt, liegt an der feinen Ironie und genau beobachtenden Sprache, mit der die Handlung und das Personal entwickelt werden.

 

Wiener, Mai 2016

Ein Roman, der durch Sprachgewandtheit, kompositorische Finesse und eine starke Thematik besticht. Nicht zuletzt stellt Stefan Slupetzky die Frage nach dem Selbstverständnis der zweiten Nachkriegsgeneration: Nur durch den Umstand unseres Lebens in Frieden, Sicherheit und Wohlstand: Wiegen unsere Dramen und Leiden weniger als die unserer Großeltern?

Ein Buch, das nachklingt und auf allen Ebenen berührt – letztendlich eine Liebeserklärung und für verdrossene Sommersuchende viel mehr als nur ein Trost.

 

Maike Bradler, Herzpotential, März 2016

Ein wortgewaltiges Buch, das sich den Themen Vergangenheitsbewältigung und Verlust auf meisterhafte Weise nähert. Slupetzky erzählt sorgfältig die Geschichte der Beziehung eines Sohnes zu seinem Vater und erschafft dabei ein Bild, das dem Leser immer wieder neue Einblicke offenbart. So bleibt es bis zum Schluss spannend. Kein leichtes oder vergnügliches Buch, dafür aber eins, das seine Leser noch lange begleitet.

 

Paul Divjak, Wina, 8/9 2016

Vor dem Hintergrund von Ermordung, Exodus und einem Landhaus in Klosterneuburg entfaltet sich die Narration als Entwicklungsroman im besten Sinne - alles da: die (symbolische) Reise des Protagonisten, die Suche nach der Wahrheit und die Läuterung. (...) Gerne folgt man als Leser den Ausführungen des Autors, begleitet die Reflektionen der Protagonisten, nimmt an der Lebensgeschichte Anteil und taucht ein in einen Text, der Erinnerung auslotet und von (inhaltlichen, formalen und stilistischen) Brüchen durchsetzt ist. Aber so funktioniert Erinnern nun mal. Die Sterne, die Gedanken: Chaos.

 

Johannes Luxner, ORF.at, September 2016

„Der letzte große Trost” bildet drei Generationen und deren zwischenmenschliche Dynamik ab, die stark von den Nachwirkungen der Kriegsgeschehnisse geprägt ist. Daniel Kowalski begibt sich auf die Spurensuche nach seinem früh verstorbenen Vater und glaubt, aus den Tagebüchern des Vaters herauslesen zu können, dass an dessen kolportiertem Tod womöglich etwas nicht stimmt. Slupetzky bringt die Geschichte in gewohnt spannender Manier zu Ende.

 

Maria Fellinger-Hauer, Kirchenzeitung, 28. Juni 2016

Eine berührende Geschichte, in der biographische und historische Fakten gekonnt in eine spannende Romanhandlung eingebaut sind.

 

Bernhard Klaus, Amazon, 18. März 2016

Ein hervorragend gelungener Versuch der Verbindung von Biografie und Roman, von Realität und Fiktion, von Selbstreflexion und Fantasie. Kein wirklich vergnüglicher Text, der verstört und länger nachschwingt - und der sich jedenfalls lohnt!

 

Andreas Pittler, Culturmag, 1. April 2016

Stefan Slupetzkys neuester Roman bringt uns den Autor näher als jemals zuvor – und damit einen ungeahnt großen Gewinn.

Denkt man an Wiener Gegenwartsliteratur, so müssen zwangsläufig zwei Namen fallen. Ernst Molden, dessen vertonte Poeme dem Wienerlied erst literarischen Ruhm verleihen, und Stefan Slupetzky, der wie kaum ein anderer die Geschichte der Wiener Literatur von Zweig bis Werfel fortschreibt. Seine Lemming-Romane waren literarische Kleinodien, verpackt in eine Krimihandlung, die auf den ersten Blick gar nicht erahnen ließ, was für ein einzigartiger Sprachkünstler hier am Werk ist. Seine Kurzgeschichten sind Miniaturen, in denen sich das große Ganze auf wenige Striche zusammengefasst sieht, ein Mikrokosmos, in dem das Universum auf den Punkt gebracht ist. Doch so spielerisch Slupetzky vermeintlich daherkommt, wenn er uns mit einem klassisch charmanten Wienerisch den Spiegel vor Augen hält, so sehr zwingt uns die Lektüre seiner Werke zur Aufmerksamkeit. Seine Sätze sind nämlich, aller vermeintlichen Leichtigkeit zum Trotz, sorgfältigst durchkomponiert. Da stimmt jedes Wort, passt jede Metapher, wird jede Paraphrase solange durchdacht, bis sie jene Qualität erreicht, die Slupetzky keinesfalls zu unterschreiten bereit ist.

Diesmal aber braucht es keinen Wallisch vulgo „Lemming“ oder Polivka, durch deren Filter wir Slupetzkys Gedankenwelt erahnen können, diesmal ist es die Person des Autors selbst, die uns, kaum camoufliert, in Daniel Kowalski gegenübertritt. Die Krisen, die Kowalski durchstehen muss, die Prüfungen, denen er sich ausgesetzt sieht, sind jene des Schriftstellers selbst. Und gerade, weil dieser Text so schonungslos ehrlich und so zutiefst menschlich daherkommt, können wir uns in dem Protagonisten auch selbst erkennen. Was bekanntlich seit jeher das Kennzeichen großartiger Literatur ausmacht.

Würde Slupetzky heute sein Schreibgerät aus der Hand legen, er hätte sich unzweifelhaft bereits jetzt seinen fixen Platz in der österreichischen Literaturgeschichte erarbeitet.

 

Kronen Zeitung, 1. April 2016

Die Geschichte einer berührenden intimen Suche nach Trost.

 

Psychologie heute, Mai/Juni 2016

Stefan Slupetzky beweist, dass er keinen Krimiplot benötigt, um spannend zu erzählen.

 

 

 

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